„Delegieren und koordinieren!“
Aktuelles Ehrenamt Über uns
Der Ortsverband Schenefeld im Kreis Steinburg ist eine unserer größten Ortsgruppen in Schleswig-Holstein: Über 1300 Mitglieder werden hier vom ehrenamtlichen Vorstand betreut – Vorsitzender ist seit fast 20 Jahren Ulrich Baschke.
Hallo Herr Baschke, Sie sind seit über 30 Jahren Mitglied im Sozialverband. Fast genauso lange betätigen Sie sich ehrenamtlich. Warum eigentlich?
Zum Ehrenamt bin ich durch meinen Vater gekommen – so wie alle hier bei uns in der Familie. Er hat 1949 den Ortsverband gegründet und war lange Jahre Vorsitzender. Der „Reichsbund“, so hieß der SoVD früher, ist in unserem Haus immer präsent gewesen.
Und warum sind Sie immer noch dabei? Sie könnten die Zeit ja auch Ihren zahlreichen Hobbys widmen.
Die Arbeit im SoVD macht natürlich auch Spaß, sonst wäre ich nicht so lange dabei geblieben. Außerdem sehe ich einen großen Sinn darin, den Menschen bei Dingen zu helfen, mit denen Sie sich nicht auskennen. Das geht über den SoVD sehr gut.
Noch einmal zurück zu Ihrem Beginn im SoVD. Sie sind über Ihren Vater zum Verband gekommen?
Ja, genau. Das war 1994, zwei Jahre später bin ich dann zum Schriftführer hier im Ortverband gewählt worden. Hauptsächlich, weil ich meinem Vater dabei geholfen habe, die Protokolle auf dem PC zu schreiben: Mein Vater hatte nur noch den linken Arm und machte das sonst auf der mechanischen Schreibmaschine.
Und zehn Jahre später – der damalige Vorsitzende hat aus Altersgründen aufgehört – wurde ich dann gefragt, ob ich den Vorsitz hier in Schenefeld übernehmen möchte. Ich habe zugesagt.
Als Vorsitzender hat man bestimmt eine Menge Arbeit, oder?
Na klar, es fällt schon einiges an. Bei mir liegt zum Beispiel die Pflege der Mitgliederlisten. Wenn jemand austritt, neu hinzukommt oder verstirbt, muss das natürlich aktualisiert werden. Zum Beispiel für unsere Zeitungsausträger hier im Ort. Einmal im Monat wird ja die SoVD-Zeitung persönlich zugestellt – zusammen mit einem Rundbrief, in dem wir über unsere Aktivitäten im Ortsverband Schenefeld informieren.
Wie viele Stunden gehen für den SoVD im Monat drauf?
Allein für die Mitgliederverwaltung bestimmt drei oder vier. Aber wir haben ja auch Vorstandssitzungen, Versammlungen etc. Es ist also deutlich mehr, vom Zeitaufwand aber sehr unterschiedlich.
Welche Aufgaben übernehmen Sie selbst noch?
Als Vorsitzender muss ich vor allem Arbeit delegieren und koordinieren. Wir haben hier ein gut funktionierendes Team. Aber bei so vielen helfenden Händen laufen die Fäden in der Regel bei jemandem zusammen. In Schenefeld ist es, wie in fast allen Vereinen, beim Vorsitzenden. Also bei mir.
Welche Rolle spielt der SoVD bei Ihnen im Ort?
Wir genießen hier einen sehr guten Ruf und arbeiten hervorragend mit der Gemeinde zusammen. Viele Leute kennen uns, auch diejenigen, die noch nicht Mitglied sind. Die Menschen wissen: Beim SoVD in Schenefeld passiert etwas, also zum Beispiel unsere Ausflugsfahrten und Bingo-Nachmittage. Aber wir helfen auch direkt vor Ort. Zum Beispiel über unsere vier ehrenamtlichen Sozialberater beim Ausfüllen von Rentenanträgen und anderen Fragen aus dem Sozialrecht. So etwas spricht sich rum.
Gibt es denn auch Herausforderungen?
Ich habe schon früh gelernt, dass auch Dinge dazugehören, die mir nicht gefallen. Das ist im Ehrenamt nicht anders als im Job oder Freundeskreis. Aber das sind alles Sachen, mit denen man arbeiten kann – das Positive überwiegt bei Weitem. Und wir verrichten wirklich eine bedeutende Arbeit für die Menschen vor Ort.
Mitunter hakt es in der Zusammenarbeit mit dem Sozialberatungszentrum in Itzehoe. Da würde ich mir manchmal mehr Unterstützung für die ehrenamtlichen Ortsverbände wünschen. Mit der Entwicklung des Leitbildes hat der Landesverband mit den Vertretern der Ortsverbände einen wichtigen Schritt bereits getan.
Und was war Ihr bisher schönstes Erlebnis im SoVD?
Vielleicht unsere 50-Jahr-Feier im Jahr 1999. Das war ein schönes Fest, für mich persönlich ging es aber auch um ein Stück Familiengeschichte. Mein Vater, der den Ortsverband lange selbst geleitet hatte, ist leider ein Jahr vorher verstorben. Schön war, dass meine Mutter das noch miterleben durfte.
Ehrenamtlich arbeiten wäre auch für Sie ein Thema? Dann melden Sie sich bei:
Christian Schultz
Referent für Sozialpolitik
Telefon: 0431 / 65 95 94 - 22
Mail: sozialpolitik(at)sovd-sh.de
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